Eine Bühne ist
ein Bauwerk.
Sie sieht aus wie ein Möbelstück, aber sie verhält sich wie ein Bauwerk: Da stehen Menschen drauf, oft viele, oft in Bewegung, manchmal mit schwerem Gerät. Deshalb beginnt jede Bühnenplanung mit drei Zahlen — wie groß, wie hoch, und was kommt darauf — und nicht mit der Frage, wie sie aussehen soll. Die Optik kommt danach, und sie kommt fast von selbst, wenn die ersten drei stimmen.
Wie groß, und vor allem wie hoch
Bei der Fläche verschätzen sich die meisten nach unten: Eine Band braucht mehr Platz, als sie auf einem Foto einnimmt, weil zwischen den Menschen noch Technik steht. Bei der Höhe verschätzen sie sich nach oben. Eine hohe Bühne sieht wichtig aus, aber ab einer gewissen Höhe sehen die ersten Reihen steil nach oben, und der Abstand zum Publikum wird größer, als der Abend verträgt. Wir rechnen die Höhe aus der letzten Reihe zurück, nicht aus der ersten.
Was wirklich darauf steht
Die Traglast einer Systembühne ist kein Richtwert, sondern eine Grenze. Sie wird selten von Menschen ausgereizt, aber regelmäßig von dem, was sonst noch hinaufkommt: Flügel, Schlagzeugpodeste, Lautsprechertürme, Bodengeräte fürs Licht. Deshalb fragen wir nicht „wie viele Personen“, sondern lassen uns aufzählen, was alles hinaufsoll. Das ist die Frage, bei der eine ehrliche Antwort später Ärger spart.
Treppe, Geländer und der Weg hinauf
Ab einer gewissen Höhe gehören Geländer und eine ordentliche Treppe dazu — nicht als Zubehör, sondern als Teil der Bühne. Das wird beim Planen gern übersehen, weil es auf keinem Foto vorkommt. Dazu kommt die Frage, wo der Weg hinauf liegt: Wer während der Veranstaltung auftritt, soll nicht durch das Publikum steigen müssen. Beides planen wir mit, und beides braucht Platz, den man vorher einrechnen muss.
Draußen: Untergrund, Wind und Regen
Im Freien entscheidet der Untergrund. Wiese ist nicht gleich Wiese, und was nach drei trockenen Tagen trägt, trägt nach einem Gewitter nicht mehr. Kommt ein Dach dazu, wird es ernster: Ein überdachtes Bühnensystem ist eine Fläche, an der der Wind angreift, und für jedes System gibt es Windgeschwindigkeiten, ab denen abgebaut werden muss. Diese Grenzen stehen in der Aufbauanleitung des Herstellers, und wir halten sie ein — auch wenn das heißt, eine Veranstaltung abzusagen, die sonst stattgefunden hätte.
- ▸Systembühnen aus Podesten, in Stufen höhenverstellbar
- ▸Kleine Podeste für Schlagzeug, Chor, Rednerpult oder Brautpaar
- ▸Treppen und Geländer, passend zur gewählten Höhe
- ▸Bühnenverkleidung und schwarze Umrandung
- ▸Überdachte Bühnen für draußen, mit Ballast oder Abspannung
- ▸Lastverteilung auf weichem Untergrund
Jedes Setup wird auf Location, Gästezahl und Ablauf zugeschnitten — die Liste ist ein Ausgangspunkt, keine Packliste.
Was uns dazu oft gefragt wird.
Als grobe Richtung: Für eine vierköpfige Band mit Schlagzeug ist man mit etwa sechs mal vier Metern gut dabei, weniger wird eng, sobald Monitore und Technik dazukommen. Belastbar wird die Antwort, wenn wir wissen, wer draufsteht und was dabei ist.
Das hängt von Größe, Ort und Art der Veranstaltung ab und ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Wir sagen dir, welche Unterlagen zu unserem Aufbau gehören — Aufbauanleitung, Statik, Prüfnachweise — und was davon eine Behörde üblicherweise sehen will. Die Genehmigung selbst holt der Veranstalter ein.
Bei überdachten Bühnen gibt es eine festgelegte Windgeschwindigkeit, ab der abgebaut wird. Das ist keine Ermessensfrage und keine Verhandlungssache. Wir besprechen vorher, wer im Fall der Fälle entscheidet und wie schnell es gehen muss — damit diese Frage nicht erst gestellt wird, wenn es windig ist.
Ja. Viele Veranstalter haben Licht und Ton schon und brauchen nur die Fläche. Umgekehrt geht auch: Wenn die Bühne steht, kommen wir mit der Technik dazu.
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