Wenn er fehlt,
fehlt alles.
Strom ist das einzige Gewerk, bei dem ein Fehler nicht ein Detail verschlechtert, sondern die Veranstaltung anhält. Und es ist das Gewerk, das am häufigsten unterschätzt wird — weil eine Steckdose an der Wand aussieht, als wäre die Frage damit beantwortet. Ist sie nicht. Die Frage lautet nicht, ob es eine Steckdose gibt, sondern wie viele voneinander unabhängige Stromkreise es gibt und was sonst noch daran hängt.
Was eine normale Steckdose trägt
Ein üblicher Haushaltsstromkreis ist mit 16 Ampere abgesichert, also grob dreieinhalb Kilowatt — und das gilt für den ganzen Stromkreis, nicht für jede Steckdose einzeln. Mehrere Dosen in einem Raum hängen meistens an derselben Sicherung. Das reicht für eine kleine Anlage und etwas Licht und ist schnell erschöpft, wenn im Nebenraum noch ein Heizstrahler oder eine Kaffeemaschine steht. Deshalb ist die Frage, die wir stellen, nie „gibt es Strom“, sondern „wie viele getrennte Kreise, und was hängt schon dran“.
Wann Drehstrom nötig wird
Sobald mehrere Gewerke zusammenkommen — Licht, Ton, LED-Wand, vielleicht noch Küche oder Heizung — reicht die Haushaltsversorgung nicht mehr, und es braucht einen Anschluss mit mehr Leistung und einen Verteiler, der daraus saubere einzelne Kreise macht. Der Vorteil ist nicht nur die Menge: Getrennte Kreise bedeuten, dass ein Fehler beim Licht nicht den Ton mitnimmt. In vielen Veranstaltungsorten gibt es solche Anschlüsse bereits — man muss nur früh genug fragen, wo sie sind.
Aggregat: wann es sich lohnt und welches
Auf der grünen Wiese führt kein Weg daran vorbei. Wichtig ist, dass es nicht nur groß genug ist, sondern auch leise genug und weit genug weg — ein Aggregat, das man während der Reden hört, ist ein Problem, das man vorher lösen konnte. Dazu kommt die Frage des Verbrauchs über die Veranstaltungsdauer: Ein Tank, der um Mitternacht leer ist, ist so gut wie kein Aggregat.
Fehlerstromschutz und geprüftes Material
Bei Veranstaltungen sind Menschen, Kabel und oft auch Feuchtigkeit am selben Ort. Fehlerstromschutzschalter sind deshalb kein Zubehör, sondern Pflichtausstattung, und unser Material wird regelmäßig geprüft. Das ist der unsichtbarste Teil unserer Arbeit und der, bei dem wir am wenigsten diskutieren. Dazu gehört auch die langweilige Seite: Kabel dort verlegen, wo niemand darüber stolpert, und Übergänge abdecken, wo Wege gekreuzt werden.
- ▸Stromverteiler mit getrennten, einzeln abgesicherten Abgängen
- ▸Fehlerstromschutz an jedem Abgang
- ▸Zuleitungen in passenden Querschnitten — auch über längere Wege
- ▸Aggregate, mit Rücksicht auf Lautstärke und Aufstellort
- ▸Kabelbrücken und Abdeckungen für gekreuzte Wege
- ▸Leistungsberechnung vorab, aus der tatsächlichen Geräteliste
Jedes Setup wird auf Location, Gästezahl und Ablauf zugeschnitten — die Liste ist ein Ausgangspunkt, keine Packliste.
Was uns dazu oft gefragt wird.
Vielleicht — das hängt davon ab, wie viele getrennte Stromkreise es sind und was sonst daran hängt. Wir rechnen das durch, sobald wir die Geräteliste haben. Das dauert keine Viertelstunde und ersetzt eine Hoffnung durch eine Zahl.
Bei sinnvoll aufgeteilten Kreisen fällt dann ein Teil aus und nicht alles — genau dafür wird aufgeteilt. Wir planen so, dass Ton und Notbeleuchtung nicht am selben Kreis hängen wie das, was am meisten zieht.
Sehr unterschiedlich, und es ist eine Frage, die man stellen sollte. Mit Abstand, Ausrichtung und einem leisen Gerät bekommt man es meist so weit, dass es beim Publikum nicht mehr auffällt. Sag uns früh, wo die Gäste sitzen werden.
Ja. Gerade bei Veranstaltungen, wo mehrere Firmen zusammenkommen, ist es oft sinnvoll, dass eine den Strom für alle plant — sonst rechnet jeder nur seinen eigenen Teil, und in Summe stimmt es dann nicht.
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deinem Event.
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Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden.